Leitfaden außerschulische Jugenderziehung & Jugendarbeit

Leitfaden für außerschulische Jugenderziehung und Jugendarbeit

Eine Information des Bundeskanzleramts auf Basis der 4. COVID-19- Schutzmaßnahmenverordnung (StF: BGBl. II Nr. 58/2021)

Wien, 3. Mai 2021

Auszüge des Leitfadens für jene Bereiche, die für das Tanzstudio AngeLeo relevant sind.

Dieses Dokument basiert auf der aktuellen COVID-19- Schutzmaßnahmenverordnung und somit auf den bundesweit gültigen Regelungen.

Veranstaltungen im Rahmen der außerschulischen Jugenderziehung
und Jugendarbeit

Veranstaltungen im Rahmen der außerschulischen Jugenderziehungund Jugendarbeit sind bis zu maximal 10 Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben zulässig. Zu dieser Höchstzahl dürfen noch maximal 2 volljährige Betreuungspersonen hinzugerechnet werden. Veranstaltungen können outdoor sowie indoor (mit zusätzlichen Regelungen) stattfinden. Personen, die zur Durchführung der Veranstaltung erforderlich sind, werden in diese Höchstgrenzen nicht einberechnet.

Kleingruppenregelung

 Innerhalb von Kleingruppen (die jeweils als eigene Veranstaltung gelten) kann der Mindestabstand gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben oder das Tragen einer Atemschutzmaske der Schutzklasse FFP2 ohne Ausatemventil (FFP2-Maske) bzw. eines eng anliegenden Mund-Nasen-Schutzes unter bestimmten Voraussetzungen entfallen:

• Gruppengröße: maximal 10 Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben zuzüglich maximal 2 volljährige Betreuungspersonen
• Personen, die zur (organisatorischen) Durchführung der Veranstaltung erforderlich sind, werden in diese Höchstzahl nicht eingerechnet und sind nicht Teil der Kleingruppe. Für sie gilt daher weiterhin die Masken- und Abstandspflicht.
• Organisatorische Maßnahmen, die eine Durchmischung der Personen zwischen mehreren Gruppen ausschließen (bauliche, örtliche oder zeitliche Trennung)
• Ausarbeitung und Einhaltung eines dem Stand der Wissenschaft entsprechenden COVID-19-Präventionskonzepts gemäß § 14 Abs. 4 der Verordnung.
 • Volljährige Betreuungspersonen müssen spätestens alle sieben Tage ein negatives Ergebnis eines Antigen-Tests auf SARS-CoV-2 bzw. eines molekularbiologischen Tests auf SARS-CoV-2 dem Veranstalter vorlegen, oder sie müssen bei Kontakt mit Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, eine FFP2-Maske tragen.

• Es obliegt dem Veranstalter zu entscheiden ob der Mindestabstand von 2 Meter entfallen kann (bei gleichzeitigem Tragen einer FFP2-Maske bzw. MNS) oder das Tragen einer FFP2-Maske bzw. MNS enfallen kann (bei gleichzeitigem Einhalten des Mindestabstands von 2 Metern). Es besteht keine Verpflichtung von dieser Regelung Gebrauch zu machen. Es wird nachdrücklich empfohlen in geschlossenen Räumen vom Tragen einer FFP2 Maske bzw. MNS Gebrauch zu machen. Auf das subjektive Sicherheitsbedürfnis der Teilnehmenden ist dabei ebenfalls Rücksicht zu nehmen – restriktivere Regelungen sind immer zulässig.

Zusätzliche Voraussetzungen für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen

Für Kinder und Jugendliche, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ist eine Teilnahme an Veranstaltungen in geschlossenen Räumen unter bestimmten zusätzlichen Voraussetzungen zulässig:
• Vorlage eines negativen Ergebnisses eines Antigen-Tests auf SARS-CoV-2 (Abnahme darf nicht länger als 48 Stunden zurückliegen) oder
• Vorlage eines negativen Ergebnisses eines molekularbiologischen Tests auf SARS-CoV2 (Abnahme darf nicht länger als 72 Stunden zurückliegen)
• Tests zur Eigenanwendung können nicht als Nachweis herangezogen werden. Dies umfasst auch die Covid-19-Antigen-Selbsttests, die in den Schulen zum Einsatz kommen.
• Volljährige Betreuungspersonen müssen spätestens alle sieben Tage ein negatives Ergebnis eines Antigen-Tests auf SARS-CoV-2 bzw. eines molekularbiologischen Tests auf SARS-CoV-2 dem Veranstalter vorlegen, oder sie müssen bei Kontakt mit Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, eine FFP2-Maske tragen.
• Kinder bis zum vollendeten 10. Lebensjahr sind gemäß § 17 Abs.13 von der Vorlage eines negativen Testergebnisses ausgeschlossen!

• Einem Nachweis über ein negatives Testergebnis auf SARS-CoV-2 sind eine ärztliche Bestätigung über eine in den letzten sechs Monaten vor der vorgesehenen Testung erfolgte und zu diesem Zeitpunkt aktuell abgelaufene Infektion, ein Nachweis über neutralisierende Antikörper für einen Zeitraum von drei Monaten, ein Nachweis nach § 4
Abs. 18 EpiG oder ein Absonderungsbescheid, wenn dieser für eine in den letzten sechs Monaten vor der vorgesehenen Testung nachweislich an COVID-19 erkrankte Person ausgestellt wurde, gleichzuhalten.

Ohne die Vorlage eines solchen Testergebnisses ist die Teilnahme an einer Veranstaltung in geschlossenen Räumen keinesfalls möglich!

Erhebung von Kontaktdaten

Der Veranstalter ist verpflichtet von Personen, die sich länger als 15 Minuten am Ort der Veranstaltung aufgehalten haben, zum Zweck der Kontaktpersonennachverfolgung folgende Daten zu erheben:

• Vor- und Familienname
• Telefonnummer oder E-Mail-Adresse
• Datum und Uhrzeit des Betretens des Veranstaltungsortes

Der Veranstalter hat der Bezirksverwaltungsbehörde auf Verlangen die Daten zur Verfügung zu stellen. Der Veranstalter darf die Daten ausschließlich zum Zweck der Kontaktpersonennachverfolgung verarbeiten und der Bezirksverwaltungsbehörde im Umfang ihres Verlangens übermitteln. Eine Verarbeitung der Daten zu anderen Zwecken ist unzulässig. Der Veranstalter hat im Rahmen der Verarbeitung und Übermittlung dieser Daten geeignete Datensicherheitsmaßnahmen zu treffen und insbesondere sicherzustellen, dass die Daten nicht durch Dritte einsehbar sind. Der Veranstalter hat die Daten für die Dauer von 28 Tagen vom Zeitpunkt ihrer Erhebung aufzubewahren und danach unverzüglich zu löschen bzw. zu vernichten.

Anmerkung des Tanzstudios AngeLeo:
Um die Erhebung von Kontaktdaten von Begleitpersonen zu vermeiden bitten wir eindringlich, die Verweildauer beim Bringen und Abholen des Kindes zum Tanzunterricht auf das Minimum zu beschränken!!

COVID-19-Präventionskonzept

Das COVID-19-Präventionskonzept im Sinne des §14 Abs. 4 hat insbesondere zu enthalten:

1. Schulung der Betreuerinnen und Betreuer
2. Spezifische Hygienemaßnahmen
3. Organisatorische Maßnahmen im Hinblick auf die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske bzw. einem Mund-Nasen-Schutz oder die Pflicht zur Einhaltung des Mindestabstands von 2 Metern gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben.
4. Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion.

1. Schulung der Betreuerinnen und Betreuer

Neben der Einhaltung der Hygienemaßnahmen ist es auch zentral, das Thema COVID-19 altersadäquat bei den Kindern zu thematisieren und zu erklären, warum ein bestimmtes Verhalten für alle notwendig ist. Pädagoginnen und Pädagogen sowie das gesamte Betreuungspersonal sind entsprechend zu schulen.

 • Schulungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu COVID-19 relevanten Fragestellungen, wie
− Maßnahmen laut Präventionskonzept
− Symptome einer COVID-19-Infektion
− Erforderlichen Hygieneregelungen und altersadäquate Erklärung des Themas
− Vorgehen beim Auftreten von Symptomen und im Verdachtsfall
• Schulungen können in einer Teambesprechung von einer mit den Regelungen und dem Präventionskonzept vertrauten Person durchgeführt werden.
• Händigen Sie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Präventionskonzept sowie ein Infoblatt zu Symptomen aus und fertigen Sie eine Unterschriftenliste mit Datum an.

2. Spezifische Hygienemaßnahmen

• Maßnahmen für unterschiedliche Freizeitaktivitäten sowie Maßnahmen zur Reinigung und Optimierung der Raumhygiene samt Kontaktflächenreinigung.
• Die Bedürfnisse von Personen, die Risikogruppen zuzurechnen sind, sind zu berücksichtigen, sofern sie dies wünschen.

3. Organisatorische Maßnahmen

• Festlegung wann das Tragen einer FFP2-Maske (oder MNS für Kinder ab dem vollendeten 6. Lebensjahr bis zum vollendeten 14. Lebensjahr) verpflichtend ist bzw. wann sie entfallen kann.
• Festlegung wann die Pflicht zur Einhaltung des Mindestabstands von 2 Metern gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, gegeben ist oder entfallen kann.

Achtung: Es muss mindestens eine der beiden obigen Varianten zur Anwendung kommen, wobei das Tragen einer FFP2-Maske nachdrücklich empfohlen wird.

• Die Steuerung der Besucherströme ist so zu gestalten, dass es zu keinen Ansammlungen von größeren Personengruppen kommt. Besondere Bedeutung kommt hierbei Orten zu, bei denen es erfahrungsgemäß zu Personenansammlungen kommt. Diese sind beispielsweise: − Eingangs- und Ausgangsbereich, Garderoben – Sanitäranlagen

4. Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2- Infektion

• Die Zusammenarbeit mit der zuständigen Gesundheitsbehörde vor Ort (BH, Magistrat, Amtsarzt / Amtsärztin) im Falle von behördlichen Erhebungen über das Auftreten einer COVID-19-Erkrankung.
• Siehe auch „Checkliste Verdachtsfall“
• Für den Fall des Auftretens eines Infektionsfalls, ist es wichtig und auch verpflichtend, die Namen und Kontaktdaten aller Kontaktpersonen schnell zur Verfügung zu haben, um die Erhebungen der zuständigen Gesundheitsbehörde zu beschleunigen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung des Ausbreitungsrisikos zu leisten.

Spezielle Empfehlungen

Für die Anreise

• Die Verpflichtung zum Tragen eines MNS gilt ab dem vollendeten 6. Lebensjahr zum Tragen einer FFP2-Maske ab dem vollendeten 14. Lebensjahr.
• Atemschutzmaske der Schutzklasse FFP2 ohne Ausatemventil/MNS (siehe erster Punkt) in öffentlichen Verkehrsmitteln und dazugehörigen Anlagen (z.B. Haltestelle). Mindestens 2 Meter Abstand zu Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt wohnen.
• Fahrgemeinschaften: wenn die Insassen nicht im gemeinsamen Haushalt wohnen, dürfen maximal 2 Personen pro Sitzreihe befördert werden. FFP2-Maske/MNS (siehe erster Punkt) ohne Ausatemventil ist zu tragen.
• Gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, muss ein Abstand von mindestens 2 Meter eingehalten werden. Ist auf Grund der Anzahl der Fahrgäste sowie beim Ein- und Aussteigen die Einhaltung des Abstands von mindestens 2 Meter nicht möglich, kann davon ausnahmsweise abgewichen werden.
• Dieselben Regelungen gelten für die Abreise, falls die Rückreise nicht in den definierten Kleingruppen passiert.

Für das Betreten und Aufhalten in geschlossenen Räumen

• Vermeidung von Ansammlungen beim Eintreffen und Verlassen der Einrichtung.
• Raumgröße: mindestens 20 m2 pro Kunde bzw. Besuchenden (für Entlastungsangebote)
• Die Teilnahme an Veranstaltungen der außerschulischen Jugendarbeit und Jugenderziehung in geschlossenen Räumen ist für Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, nur nach Vorliegen eines negativen Testergebnisses (Antigen-Test auf SARS-CoV-2, Abnahme nicht länger als 48 Stunden zurückliegend oder molekularbiologischer Test auf SARS-CoV-2, Abnahme nicht länger als 72 Stunden zurückliegend)
• Mindestabstand 2 Meter zu haushaltsfremden Personen und Sitzordnung so gestalten, dass die Einhaltung des Abstands gewährleistet ist.
• Besuchende ab dem vollendeten 14. Lebensjahr haben beim Betreten von geschlossenen Räumen an öffentlichen Orten eine FFP2-Maske ohne Ausatemventil zu tragen; Kinder ab dem vollendeten 6. Lebensjahr bis zum vollendeten 14. Lebensjahr dürfen auch eine „gewöhnliche“ Maske tragen. Für Kinder unter sechs Jahren besteht keine Maskenpflicht.
• Mitarbeitende haben beim Betreten von Arbeitsorten eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende und eng anliegende mechanische Schutzvorrichtung (MNS)zu tragen.
Bei direktem Kundenkontakt ist, falls kein negatives Testergebnis vorliegt, eine FFP2-Maske ohne Ausatemventil zu tragen.
• Händewaschen: Nach Betreten der Einrichtung und bei Bedarf (z.B. Niesen) und regelmäßig (z.B. vor Einnahme von Mahlzeiten): mind. 30 Sekunden
• Möglichkeit der Händedesinfektion schaffen und für Kinder unerreichbar verwahren.
• Desinfektion in den Räumlichkeiten – insbesondere Gegenstände, Möbel, Türklinken; dabei Wischdesinfektion statt Sprühdesinfektion anwenden.
• Hygiene sicherstellen insbesondere in Sanitäranlagen, keine geteilte Verwendung von Trinkbehältern etc.
• regelmäßige Reinigung der verwendeten Materialien, Kontaktflächen und regelmäßiges Lüften (zumindest 1x pro Stunde, wenn möglich Querlüften).
• Altersadäquate Aufklärung der Kinder/Jugendlichen über Hygiene (Husten/Niesen in die Armbeuge, einmaliger Gebrauch von Taschentüchern etc.)
Vorhandensein von Quarantäneräumen bei Infektionsverdacht. Bitte auf kind- und jugendgerechte Gestaltung achten.

Für Aktivitäten

• Die Aktivitäten werden so weit wie möglich im Freien organisiert.
• Es wird die maximale Kapazität des Geländes und der Infrastruktur genutzt und, wo möglich, mit zusätzlichen Spielwiesen, Spielwald, ... erweitert.
• Beim Verlassen des Veranstaltungsortes oder des Lagerortes befolgen die Gruppen die Maßnahmen für den Kontakt mit Externen. Die Kleingruppe bleibt zusammen.
• Wenn Sie im öffentlichen Raum (Wald, Sport-/Spielplätze, Stadtplätze, Straßen, ...) mit anderen Menschen in Kontakt kommen, halten Sie den empfohlenen Mindestabstand zu denen, die nicht zur Kleingruppe gehören, ein.
• Wenn Ausflüge stattfinden, kann dies nur im Rahmen der an diesem Ort geltenden Richtlinien geschehen (z.B. Schwimmbäder, Erholungsgebiete, etc.).

Was ist bei einem Verdachtsfall zu tun?

Checkliste Verdachtsfall:

• Die Person ist sofort in einem eigenen Raum unterzubringen. Zur Risikominimierung darf bis zum Eintreffen des Gesundheitspersonals niemand den Veranstaltungsort verlassen bzw. ist auch hier den ersten, telefonischen Anweisungen der Gesundheitsbehörde (BH, Magistrat, Amtsarzt / Amtsärztin) Folge zu leisten.
• Die Verantwortlichen müssen sofort die Gesundheitsberatung unter 1450 anrufen, deren Vorgaben Folgeleisten sowie die örtlich zuständige Gesundheitsbehörde (BH, Magistrat, Amtsarzt / Amtsärztin) informieren.
• Die Verantwortlichen informieren unverzüglich die Eltern / Erziehungsberechtigten des / der unmittelbar Betroffenen.
• Weitere Schritte werden von den örtlich zuständigen Gesundheitsbehörden verfügt. Auch Testungen und ähnliche Maßnahmen erfolgen auf Anweisung der Gesundheitsbehörden. Diese verfügen auch, welche Personen zur weiteren Abklärung am Veranstaltungsort bleiben müssen.
• Dokumentation welche Personen Kontakt zur betroffenen Person haben bzw. hatten sowie Art des Kontaktes.
• Sollte ein Erkrankungsfall bestätigt werden, erfolgen weitere Maßnahmen entsprechend den Anweisungen der örtlich zuständigen Gesundheitsbehörde.